Altmärkische Direktkandidaten für die Landtagswahl gewählt

Am Samstag stellten die altmärkischen Verbände von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ihre Kandidaten für die Landtagswahl auf. Die Veranstaltung, zu der rund 30 Mitglieder und Gäste kamen, fand im historischen Rathaus der Hansestadt Gardelegen statt. 

Zu Beginn sprach Gardelegens Stadträtin Margot Göbel und betonte die Wichtigkeit des Grundschulerhalts in Estedt und die Notwendigkeit des Ausbaus der B71, für den sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN seit vielen Jahren – gemeinsam mit dem Ausbau der B189 als Alternative zur A14-Nordverlängerung einsetzen.

Landesvorsitzende Conny Lüddemann betonte in ihrer Rede die falsche Prioritätensetzung der Landesregierung. Finanzielle Mittel werden falsch verteilt. Wichtige Investitionen für Bildung und Soziales bleiben auf der Strecke. Lüddemann betonte, wie gern sie zu den altmärkischen Vebänden komme: „Hier bin ich gerne, denn hier wird gemeinsam nach Kompromissen gesucht und wenn dieser gefunden ist, wird angepackt“. Als Dank erreichte ihr Salzwedeles Stadtrat Christian Franke einen Baumkuchen.

Die Kandidaten wurden alle einstimmig gewählt.

Wahlkreis 1 (Salzwedel) 

Christian Franke 

Um das Mandat im Wahlkreis 1, der die nordwestliche Altmark bewirbt sich der Salzwedeler Stadtrat Christian Franke. Der Student der Politikwissenschaft, der zur Zeit im Europäischen Parlament in Brüssel für die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Rebecca Harms, arbeitet, kandidierte bereits 2011 für bei der Landtagswahl für diesen Wahlkreis und konnte mit einem Ergebnis über dem Landesschnitt überzeugen. Franke war 2013 auch der Bundestagskandidat der altmärkischen Grünen.

Christian Franke engagiert sich seit Jahren unter anderem für den Ausbau der B71 und B189 als Alternative zur A14 und gegen industrielle Tierhaltung in der Region. Er bewirbt sich ebenfalls für Platz 10 der Landesliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Franke sagte in seiner Bewerbungsrede dazu: „Ich sehe meine Bewerbung als ein Angebot eine kritische Stimme für die Region im Landtag zu sein. Die Landesregierung aus CDU und SPD hat der Altmark nicht gut getan. Dorfschulen mussten schließen, Ortsumgehungen und Ausbau B71 sind für diese Regierung keine Prioritäten und die Kommunen im ländlichen Raum werden kaputtgespart. Ich kämpfe für klare Prioritäten in der Verkehrspolitik, Bildung vor Ort und eine lebendige Altmark für alle Generationen.“ 

Wahlkreis 2 (Gardelegen)

Mirko Wolff

Im Wahlkreis 2, der die Gemeinden Apenburg-Winterfeld, Kalbe, Klötze und Gardelegen umfasst, bewirbt sich der ehemalige Kalbenser Ortsbürgermeister Mirko Wolff. Wolff arbeitet für den Verein „Miteinander e.V.“ und ist dort im Bereich Kampf gegen Rechtsextremismus und Demokratiebildung tätig.

Als parteiloser Kandidat steht er in einer langen Tradition unabhänger Personen, die sich für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Altmark engagieren. So sind unter anderem auch die beiden Kreistagsmitglieder Ute Feisel und Volkmar Erl nicht Parteimitglieder, sondern als Unabhänge der grünen Programmatik eng verbunden. So wird engagierten Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft ein direktes politisches Engagement ermöglicht.

Wahlkreis 3 (Havelberg-Osterburg)

David Elsholz 

Um das Mandat im Wahlkreis 3, der die nordöstliche Altmark mit den Gemeinden Osterburg, Havelberg und großen Teilen der Verbandsgemeinde Seehausen, bewirbt sich der Vorsitzende des Stendaler Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, David Elsholz. Elsholz lebt seit 2010 in Boock in der Altmärkischen Höhe und arbeitet als Physiotherapeut und angehender Osteopath in Osterburg. Er ist Vater von einem Sohn und einer Tochter.

Seine Schwerpunkte liegen  im Bereich Gesundheit & Soziales ebenfalls hat es sich Herr Elsholz zur Aufgabe gemacht um einen vernünftigen Ausbau der Infrastruktur ( Ausbau B 189 ) zu kämpfen sowie mit den Menschen eine gemeinsame Umsetzung und Beteiligung bei den erneuerbaren Energien zu schaffen. In seiner Bewerbungsrede betonte das Zeit, die Altmark über die Landespolitik familienfreundlicher zu entwickeln und den Ärztemangel in der Region auf die Agenda zu setzen.

Wahlkreis 4 (Stendal)

Dorothea Frederking MdL 

Um das Mandat im Wahlkreis 4, der die östliche Altmark mit den Gemeinden Stendal und Bismark umfasst, bewirbt sich die altmärkische Landtagsabgeordnete Dorothea Frederking. Die Agrar- und Energiepolitikerin ist bereits seit 2011 Mitglied für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landesparlament und bewirbt sich für die Fortsetzung ihrer Arbeit in der nächsten Wahlperiode. Wie bei der letzten Wahl im Jahr 2011 bewirbt sich Dorothea Frederking erneut für Platz 5 der Landesliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die auf dem Landesparteitag am 26. September 2015 in Magdeburg von den Delegierten der bündnisgrünen Kreisverbände gewählt wird.

Dorothea Frederking erklärt dazu: „Dank der Unterstützung und des mir entgegengebrachten Vertrauens von vielen Bürgerinnen und Bürgern durfte ich in den vergangenen vier Jahren schwerpunktmäßig die bündnisgrüne Politik in den Kernthemen Energie und Landwirtschaft voranbringen. Wir haben Steine ins Rollen gebracht, die uns anfangs wie unüberwindliche Felsen vorkamen. Die Kohlendioxid-Verpressung in der Altmark ist vom Tisch. Bei der Energiewende ist mehr Teilhabe der Menschen an Energiewendemaßnahmen gefordert. Darüber hinaus haben wir die gravierenden Missstände in der industriellen Tierhaltung und die unzureichenden Kontrollmechanismen aufgedeckt. Damit haben wir nicht nur die Tierhaltungsverbote gegen Straathof, sondern auch die gesellschaftliche Abkehr von Tierfabriken befördert. Wir Grüne haben die Probleme in die Öffentlichkeit und die Lösungen ins Parlament getragen. Die schlimmsten Tierqualen werden nun beendet. Konkret konnten wir erreichen: Verbot des Tötens von Ferkeln aus wirtschaftlichen Gründen, Beendigung der tierquälerischen Haltungen in zu engen Kastenständen, Ende des Schnabelkürzens bei Legehennen, bessere Tierschutzkontrollen. Die zahlreichen Zuschriften zeigen mir, dass die Menschen gerade in diesem Politikfeld auf uns Grüne setzen und von uns Veränderungen erwarten. Wenn die Gesellschaft auch in Sachsen-Anhalt heute landwirtschaftliche Produktion hinterfragt und dabei das Tierwohl mehr und mehr ins Bewusstsein rückt, hat das grüne Wirken einen maßgeblichen Anteil daran. Ich würde gerne das, was wir gemeinsam begonnen haben, mit meinen Erfahrungen, meinen vielfältigen Kontakten und meiner öffentlichen Präsenz fortsetzen.“

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