Bild: flickr@Photo Mojo Mike "Solar Panel 2"

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Staats demokratisiert Energiewende durch Bürger-Solarpark

Anfang der Woche wurde in Staats (Stendal) der mit 27 Hektar größte Solarpark der Altmark eingeweiht. Errichtet von IBC Solar, bietet er mit einer Stromproduktion von 13,6 Megawatt Gesamtleistung genug Strom für rund 3264 Durchschnittshaushalte. Neben dem eigentlichen Bau wurde das Gelände durch einen Fledermauskeller ökologisch aufgewertet.
Zur Eröffnung des Bürger-Solarparks erklärt Christian Franke, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in der Altmark:
„Dieses Projekt zeigt den Erfolg der Energiewende und des von uns Grünen initiierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Durch die garantierte Einspeisevergütung erhalten die Unternehmen Planungssicherheit. Für uns Grüne hat die Energiewende zwei Aspekte: Demokratisierung und die Nutzung erneuerbarer Energien. Besonders erfreulich ist die Möglichkeit Anteile an der Anlage zu erwerben und so am Gewinn beteiligt zu werden. Durch derartige Konzepte findet eine Demokratisierung der Energiewende statt, die wir dringend brauchen, um die Monopolstellung und Preistreiberei der vier großen Energie-Konzerne aufzuweichen. Durch die Erneuerbaren Energien ist der Strompreis, an der Strombörse seit 2008 um 3,5 Cent/kWh gefallen, doch die großen Energie-Unternehmen geben diese Kostensenkungen nicht an die Endkunden weiter.  Je eher wir aus fossilen Energieträgern aussteigen, desto schneller sinkt der Strompreis, da die Fossilen durch stetig steigende Importkosten den Strompreis hoch halten.“
Preissteigerungen fossiler Energieträger von 2000 bis 2011:
– Öl: 28 Dollar/Barrel -> 95 Dollar/Barrel
– Gas: 3000 Euro/Terrajoule -> 7100 Euro/Terrajoule
– Steinkohle: 42 Euro/Tonne -> 106 Euro/Tonne
Christian Franke erklärt weiter: „IBC Solar zeigt durch die Anlage, dass ökonomische Weitsicht und ökologisches Bewusstsein zusammengehören. Der Fledermauskeller ist eine ökologische Aufwertung des Geländes, der über die reine Nutzbarmachung des ehemals sowjetischen Kasernengeländes hinausgeht.
Die Politik muss nun dafür sorgen, dass durch die garantierte Einspeisevergütung die Stromendkunden nicht zusätzlich belastet werden. Im Moment tragen die Endkunden einen Großteil der EEG-Umlage, da unter der Bundesregierung aus FDP und CDU die Verbraucher durch Umlagebefreiungen für Unternehmen stärker belastet werden. Ausnahmen von der EEG-Umlage hatten wir unter Rot-Grün nur für energieintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, vorgesehen. An diese Kriterien fühlt sich Schwarz-Gelb nicht mehr gebunden. So zahlen Privatkunden und mittelständische Unternehmen heute rund 5 Milliarden Euro zu viel für ihren Strom.“

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