Der Hundt’sche Angriff: Dreck verteilen, wo es sauber ist.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD/Freie Liste-Fraktion im Salzwedeler Stadtrat hat im Finanzausschuss erneut Vorwürfe gegen die Oberbürgermeisterin Sabine Danicke erhoben – mal wieder ohne inhaltliche Grundlage mit einer schweren Grenzüberschreitung.

Hundts Aussage wurde  in der Volksstimme so wiedergegeben: „Das Schreiben der Verwaltung ist ein herber Schlag für die Entwicklung der Stadt. […] Im Zuge der Situation kommen Spekulationen auf, das hinterlässt einen bitteren Beigeschmack“. […] Die rechtzeitige Vorlage von Haushaltsentwurf und Eröffnungsbilanz vor der Wahl könnte zum Offenbarungseid für die Amtsinhaberin werden und Auswirkungen auf das Ergebnis des Urnengangs haben[…]. – VS 14.11.2014, S.13

Bei dieser Aussage handelt es sich nur um den sehr durchschaubaren Versuch, die sachliche Herausforderung der Einführung der Doppik, die die Haushaltsplanberatung in unserer Hansestadt, wie auch in anderen Kommunen, verzögert, für einen üblichen hundt’schen Angriff zu nutzten. Das sorgt bei einigen für Klamauk, ist aber durchaus ernst.

SPDFL-Vorsitzender Hundt versucht immer wieder mit falschen Anschuldigungen Menschen in ein schlechtes Licht zu rücken. Hundt versucht fadenscheinig ominöse Speklationen über den Haushalt und die Verzögerungen zu konstruieren, um der Oberbürgermeisterin Dreck anzuheften. Als klar denkender Menschen kann man sich da nur an den Kopf fassen.

Jede Kommune steht mit der Doppik vor großen Herausforderungen und Verzögerungen bei Jahresrechnungen und Haushaltsplanungen sind sie eher die Regel als die Ausnahme. Das große Lübeck (Schleswig- Holstein), das kleine Biebesheim (Hessen), das sächsische Lengenfeld oder das nahe Wolmirstedt und viele viele weitere – hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme bei der Umstellung. Und selbst Herr Hundt wird deswegen nicht bestreiten, dass der SPD-Politiker Bernd Saxe ein guter Oberbürgermeister für Lübeck ist.

Es kann nicht sein, dass die Mitarbeiter der Stadtverwaltung in die politischen Grabenkämpfe dieser Stadt mit einbezogen werden. Es darf nicht sein, dass sich Verwaltungsmitarbeiter im Rahmen solch durchsichtiger Angriffe rechtfertigen müssen und um Klarstellungen bemüht sein müssen, wie es Stadt-Kämmerin Jesper musste. Diese Stadt hat einen ehrlichen und ernstzunehmenden Umgang zwischen ihren politischen Vertretern verdient!

Es ist unsere Aufgabe das Handeln der Verwaltung inhaltlich zu kontrollieren, aber es ist auch unsere Verpflichtung die Würde der Verwaltungsmitarbeiter zu schützen. Hundts indirekte Unterstellung der Komplizenschaft von Oberbürgermeisterin und Kämmerin im vermeintlichen Hinauszögern des Haushaltsplan 2015 ist dieser Verantwortung nicht gerecht geworden.

Herr Hundt hätte auch ausschließlich rein rational eine Vorlage der Zahlen zu einem Zeitpunkt vor den Wahlen fordern können, doch seine bewusste Grenzüberschreitung entlarvt sein wirkliches Interesse: Dreck verteilen, wo es sauber ist.

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