Ein Neujahrsempfang ist nicht das beste Mittel um Bürgernähe zu beweisen

Die Altmark-Zeitung schreibt in einem Kommentar über die angeblich fehlenden Bürgernähe beim Neujahrsempfang der Hansestadt Salzwedel. Diese Kritik muss ich zurückweisen.

Wenn die Politiker in Stadt und Landkreis Salzwedel einfach mal über den Tellerrand schauen würden, dann sähen sie, auf welcher Insel sie in Sachen Bürgernähe leben.

Ulrike Meineke,  Altmark-Zeitung

Ich kann die Kritik an der Einladungspraxis zu den Neujahrsempfängen so nicht annehmen. Sie schreiben richtig, „Laut Duden ist ein Neujahrsempfang ein „zum Jahresbeginn gegebener Empfang einer Stadt, eines Staatsoberhaupts o. ä. für Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kirche, Kultur o. ä.“.

Da wird ein wirkliches Zerrbild in der Altmark-Zeitung gezeichnet. Der Neujahrsempfang der Hansestadt Salzwedel zum Beispiel bietet, wie keine andere Veranstaltung im Jahr die Möglichkeit mit gesellschaftlichen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Sozialen und und und ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Ein Empfang, der dieses Ziel hat, ist ein guter Empfang!

Jedes Jahr werden engagierte Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt vor der dort versammelten aktiven Bürgerschaft geehrt und besondere Ehrengäste halten Reden. Letztes Jahr war auf Einladung der OB sogar die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, gekommen.

Dass es diese Tradition der Neujahrsempfänge überhaupt gibt, ist übrigens unserer Oberbürgermeisterin Sabine Danicke zu verdanken. Vorher gab es sowas gar nicht.

Ein Neujahrsempfang ist nicht das beste Mittel um Bürgernähe zu beweisen, geschweige denn ein Indikator. Würde man es wie in Gardelegen machen, wo man sich einen Platz bei dem Empfang erkaufen kann, wäre das sicher auch nicht gerecht. Abgesehen davon, dass es in graduellen nicht mal wirklich angenommen wurde.

Wer etwas für die Stadt leistet wird eingeladen – das ist eine gute Praxis. Und wer sich nicht berücksichtigt fühlt, kann sich im Rathaus melden.

Es gibt die Bürgersprechstunde der Oberbürgermeisterin (übrigens auch von Sabine Danicke eingeführt), die Bürgeranfragen in den Ausschüssen und im Stadtrat, eine moderne Internetseite und Kommunalpolitiker mit einem offenem Ohr (ich zumindest habe zwei davon). Es ist eben nicht so, als würden wir bei der Bürgernähe hinterm Mond leben.

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