Forum für Diskussion und Organisation

Dem Stendaler Beispiel folgend wollen bereits parteipolitisch gebundene junge Leute und Sympathisanten einen Ring der politischen Jugend gründen. Der Zusammenschluss soll zum einen ein offenes Diskussionsforum darstellen, gleichzeitig aber auch eine Institutionen, die die organisatorische Arbeit erleichtert.

Salzwedel. Ob Jusos oder Grüne Jugend, in mehreren Punkten waren sich die Teilnehmer der Runde im Salzwedeler Burggarten einig: Junge Leute können Gleichaltrige am besten für politische Arbeit interessieren.

Das entsprechende Forum, das die Mitglieder der Nachwuchsorganisationen der demokratischen Parteien dazu ins Leben rufen wollen, soll ein Ring der politischen Jugend sein. Ein entsprechendes Forum gibt es seit Mai in Stendal, berichtete Martin Hartmann von den Stendaler Jusos.

Problem: Niedrige Mitgliederzahl

Ein derartiger Ring soll zum einen die Arbeit erleichtern, etwa wenn es darum gehe, Diskussionsrunden an den Schulen zu organisieren. Andererseits solle der Ring auch ein Forum sein, wo sich Vertreter und Sympathisanten des Parteiennachwuchses zu einer vielfältigen und gleichberechtigten Debatte treffen können, so der Tenor am Sonnabend im Burggarten.

Nach der östlichen Altmark wollen nun auch politisch interessierte Jugendliche einen derartigen Ring in der westlichen Altmark ins Leben rufen. Ein Problem dabei: Die Zahl der Mitglieder in den Jugendorganisationen ist überschaubar. „Sieben gelistete und davon drei aktive Mitglieder“, schätzte Christian Franke für die grüne Jugend ein, was allerdings aus Sicht von Martin Hartmann keine schlechte Quote ist.

Natürlich gebe es auch die Möglichkeit, sich anderswo, etwa am Studienort zu engagieren. „Aber davon wird es hier nicht besser“, so Christian Franke unter zustimmendem Nicken der anderen.

Chance, sich einzubringen

Und hier passiere die politische Auseinandersetzung, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Man wolle nicht nur seine Meinung einbringen, sondern es auch ein Stück besser machen als die, die derzeit die bestimmenden Akteure in der Politik sind. Und schließlich habe jeder die Chance, sich einzubringen. Das sei letztlich auch die ausschlaggebende Motivation, so Arvid Schwerin von den Jusos. Zumal es ja Vielfalt in der politischen Auseinandersetzung zu DDR-Zeiten nicht gegeben habe.

Ihr Aktionsfeld sehen die Beteiligten zunächst an den Gymnasien. „Da sind am ehesten Mitglieder von Jugendorganisationen zu finden“, so Martin Hartmann. Man wolle und müsse sich jedoch auch an den Sekundarschulen vorstellen.

 

Quelle: Uta Elste, Volksstimme

Verwandte Artikel