Fracking: Das Spiel mit einer sicheren Zukunft beenden!

Zum Thema Fracking in der Altmark erklärt Christian Franke, Sprecher der Grünen im Altmarkkreis:

„Das Fracking in der Altmark muss gestoppt werden. Es gibt weder genügende rechtliche Voraussetzungen, noch stichhaltige Folgeabschätzungen, die Gefahren für Umwelt und Trinkwasser klar beziffern. Es existieren noch viele Unsicherheiten bezüglich der Umweltbeeinträchtigung. Die Garantie für sauberes Trinkwasser muss oberste Priorität haben. Bestehende Studien zeigen, dass im Vergleich zu Fracks in konventionellen Lagerstätten, bei unkonventionellen Lagerstätten mehr Frackvorgänge, mehr Chemikalieneinsatz und Wasserverbrauch notwendig sind. Das erhöht das Gefahrenpotential erheblich. Eine solche risikobehaftete Technologie muss verhindert werden!

Beim Fracking werden mit hohem Druck Chemikalien in Tiefengestein gepresst, um dort gebundenes Erdgas zu lösen. Viele dieser Chemikalien wurden in Europa noch nicht ordentlich untersucht, somit sind Gefahren nicht bekannt. Ich halt es für gefährlich, dass GDF Suez seine Verfahren als Betriebsgeheimnis hütet, anstatt die Bürgerinnen und Bürger, ebenso wie die Politik über Chemikalien und Verfahren zu informieren. Damit bestätigt der Konzern erneut, dass es keinen Grund gibt auch nur einen Funken Vertrauen in sein Handeln zu geben.

Dass ein Konzern mit der Sicherheit der Menschen spielt, halte ich für skandalös! Bürgerinnen, Bürger und Politik müssen stärker in die Planung solcher Vorhaben eingebunden werden und am Ende muss die Politik das letzte Wort haben. Da dafür Änderungen im Bergrecht auf Bundesebene vorgenommen werden müssen und die aktuelle Bundesregierung aus Union und FDP konzernhörig alles geschehen lässt, ist für uns klar, dass nur mit starken Grünen nach der nächsten Bundestagswahl Änderungen passieren werden!

Wir unterstützen Ausdrücklich die BI „Kein CO2-Endlager Altmark“ in ihren Forderungen, ein Moratorium und schlussendlich auch ein Verbotsgesetz auf den Weg zu bringen, sollten sich benannte Gefahren bestätigen. Das Fachgespräch der grünen Landtagsfraktion hat die Brisanz dieses Themas vor Augen geführt, da es auch klargestellt hat, dass in der Altmark seit Jahrzehnten in konventionellen Lagerstätten gefrackt wird. Da der Moratoriums-Antrag der Grünen im Landtag heute keine Mehrheit gefunden hat, sondern nur in Ausschüsse überwiesen wurde, ist auch klar, dass die CDU in diesem Land eher mit dem Leben der Menschen spielen und an kurzfristigem Profit der Konzerne interessiert sind, als an langfristig tragfähigen Wirtschaftskreisläufen, die die Umwelt nicht über Gebühr belasten. Dass die SPD der CDU bei diesem Thema wieder hinterher läuft, ist ein erneutes Armutszeugnis für die Sozialdemokratie in unserem Land, denn eine Verschiebung des Themas in den Ausschuss findet mit vorgeschobenen rechtlichen Unklarheiten statt. Ähnliches gilt für die Linke, die der Überweisung ebenfalls zugestimmt hat.

Je schneller wir erneuerbare Energien ausbauen, desto eher können wir auf die risikobehaftete Erdgasförderung in weiten Teilen verzichten.“

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