Für eine moderne Rathausturmplatzgestaltung!

Heute fand die zweite Sitzung des Jugendstadtrats (JSR) der Hansestadt Salzwedel statt, deren Vorsitzender ich bin. Wir beteiligten uns an der Diskussion zur Gestaltung des Rathausturmplatzes, welcher, meiner Ansicht nach, möglichst modern und zukunftsweisend gestaltet werden sollte. Daher legte ich auch ein eigenes Konzept vor, welches nach der Präsentation mit tosendem Beifall Anerkennung fand.

Der Beschluss des Jugendstadtrates und somit das Votum an den Stadtrat ist hier im PDF-Format zu finden.

Die Lokalzeitungen haben auch über die Sitzung berichtet. Im Fogenden ist der Artikel aus der Volksstimme von Torsten Adam abgedruckt:

Moderner Hanse-Brunnen für den Rathausturmplatz

Der Rathausturmplatz soll ein Ruhepol im Stadtzentrum werden – mit Bäumen, Bänken und einem modernen Wasserspiel, das die hanseatische Geschichte Salzwedels versinnbildlicht. Auf diese Gestaltungsvariante verständigte sich der Jugendstadtrat  während seiner Sitzung am Donnerstagnachmittag. Ein Spielplatz, eine Bühne oder öffentliche Toiletten sollten hingegen nicht gebaut werde.

Seit ihrer konstituieren Sitzung vor vier Wochen haben sich Salzwedels Nachwuchspolitiker intensiv mit der Gestaltung des Rathasuturmplatzes befasst. Am Donnerstag legte nahezu jede Gruppe eigene Vorschläge vor. Sie reichten von einem multifunktional nutzbaren Parkplatz bis zu einer grünen Oase samt Cafétischen, Spielplatz und Toiletten. Auch Vorsitzender Christian Franke hatte sich Gedanken gemacht und dokumentierte diese eindrucksvoll in einer PowerPoint-Präsentation. Seiner Meinung nach sollten durch die Platzgestaltung Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpft werden. Letzlich einigten sich die Mitglieder darauf, auf Grundlage dieses Konzeptes einen Konsens zu finden.

„Jugendliche Dynamik“

So heißt es jetzt: „Der Rathausturmplatz muss zum zentralen Platz, der zum verweilen einlädt, werden und ein Ruhepol, zum hektischen Treiben in den vorbeiführenden Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen werden.
Die Lebens- und Zukunftsfähigkeit der Stadt und ihrer Bewohner muss er zu gleich nach außen tragen und eine jugendliche Dynamik wiederspielen.“ Der Baumbestand soll nicht nur erhalten, sondern so ergänzt werden, dass ein grünes Ensemble aus Bäumen und Büschen entstehe, welches Ruhe ausstrahlt und mit Bänken ergänzt einen Ort ergibt, der zum Platznehmen einlade. Der Platz brauche ein markantes eigenes Gesicht und müsse positiv besetzt werden. Daher sollte er kein Ort des Gedenkens an einen Krieg sein. Der Jugendstadtrat sprach sich stattdessen dafür aus, der hanseatischen Tradition Salzwedels in einem modernen Wasserspiel, zum Beispiel einen Rundbrunnen, Ausdruck zu verleihen.

Spielplatz zu gefährlich

„Spielplätze gibt es in der Stadt in akzeptablem Maße und die Position des Platzes an einer stark befahrenen Straße birgt ein zu großes Gefahren-potential für die Kinder.“, sagte Christian Franke. Mit dieser Argumentation überzeugte er die anderen Jugendlichen ebenso wie mit seinem Veto gegen eine Bühne. Der Burggarten bietet dafür genügend Platz.  Auch gegen öffentliche Toiletten sprach sich der Ratsvorsitzende erfolgreich aus: Diese seien in der Stadt bereits installiert. Zudem würden Cafés und Restaurants der Bevölkerung gestatten, ihre Notdurft auch bei ihnen zu verrichten.

Das Konzept des Jugendstadtrates soll jetzt ebenso wie die Ideen erwachsener Stadträte und die Vorschläge aus der Bevölkerung – Einsendeschluss ist Montag, 30. November – von der Stadtverwaltung in drei unterschiedliche Gestaltungsentwürfe umgemünzt werden, aus denen der Stadtrat dann seinen zu realisierenden Favoriten wählt.

Hier die auch von der Presse gelobte Präsentation als Video:

Ein Jugend-Medien-Projekt, auch auf „meinem Mist gewachsen“, wurde ebenfalls durch die Mitglieder des Jugendstadtrats genehmigt. Es ermöglicht 5 jugen Menschen den Umgang mit Kameratechnik zu erlernen, während sie den JSR bei den Sitzungen filmen. Das Filmen erfolgt in enger Zusammenarbeit und Kooperation mit dem Offenen Kanal Salzwedel (OKS), welcher die Aufnahmen im Programm auch veröffentlichen wird. Hierbei geht ein großer Dank an Frau Wendt, welche als Geschäftsführerin des OKS sich stark für das Jugend-Medien-Projekt ausgesprochen hat.

Der OKS ist im World Wide Web auch per Livestream empfangbar.

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