Grüne verurteilen Brandanschlag auf Truppenübungsplatz Altmark

Zum Brandanschlag auf das Gefechtsübungszentrum des Heeres Altmark erklärt Christian Franke, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Altmarkkeis Salzwedel:

„Wir Grüne verurteilen den Brandanschlag auf das GÜZ in der Colbitz-Letzlinger  Heide. Ich hatte am Anfang der Woche vor Ausschreitungen und solchen Aktionen gewarnt. Von den Organisatoren der Proteste ist bis zur Stunde keine Distanzierung vom Brandanschlag veröffentlicht. Sachbeschädigung ist erschreckender Teil des Aktionskonsens des ‚War Starts Here‘-Camps, wie die Organisatoren auf ihren Internetseiten klar machen. Selbst wenn die Organisatoren nicht zu Brandanschlägen aufrufen, so können sie diese auch nicht verhindern.  Ein wirklich friedlicher Protest ist so gar nicht erst möglich.

Die Zerstörung des Baggers, der nur für Renaturierungsarbeiten auf dem Gelände des GÜZ war, zeigt eine erneute Eskalation der Gewalt. Im letzten Jahr wurde das Baufahrzeug mit dem mein Vater, durch einen Auftrag der Straßenbau-Firma für die er arbeitet, mit pinker Farbe besprüht. Dieses Jahr nun ein Brandanschlag. Das kann man nicht einfach so hinnehmen!

Ich fordere, dass sich die Protestierenden klar von diesem Anschlag distanzieren und in zu Zukunft erst gar nicht zu Sachbeschädigung aufrufen! Wer mit Guerilla-Methoden unter dem Deckmantel des zivilen Ungehorsams zur Zerstörung von Eigentum aufruft, hat die Grenze von gewaltfreiem Protest unverkennbar überschritten! Von staatlicher Seite muss verhindert werden, dass sich die Altmark zu einem alljährlichen Pilgerort ‚militanter Anti-Militaristen‘ entwickelt.

Gewaltfreiheit schließt prinzipiell und absolut verletzende und tötende Gewalt gegen Menschen aus. Dies gilt im Normalfall ebenfalls für Gewalt gegen Sachen. Jedes Zerstören von Eigentum widerspricht der Idee der Gewaltfreiheit. Man kann Unfälle in diesem Zusammenhang nie gänzlich ausschließen, so dass die Gefahr besteht, dass dadurch Menschen zu Schaden kommen.

Die Bundeswehr ist der falsche Ansprechpartner für diesen Protest. Wir haben eine Parlaments-Armee, die von unseren Vertretern im Bundestag in Krisenregionen geschickt wird. Wenn man das nicht möchte, was ich durchaus verstehen kann, muss man vor dem Reichstag protestieren und nicht in unserer Altmark. Friedlicher Protest muss überall möglich sein, aber um Friedfertigkeit scheint es den Teilnehmern nicht mehr zu gehen.

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