Grüne fordern Reaktivierung der Bahnstrecke Salzwedel-Wittenberge

„Wir erwarten vom Landkreis eine Korrektur übereilter Entscheidungen der Vergangenheit gegen unsere Bahn und fordern ein integriertes Nahverkehrsangebot von Bahn und Bus. Daher fordern wir, dass die Strecke Salzwedel-Arendsee in einem ersten Schritt, und die Strecke Arendsee-Wittenberge in einem zweiten Schritt, reaktiviert wird, sodass Personen- aber auch Güterverkehr – es gibt bereits Interessenten – auf dieser Strecke transportiert werden kann. Wir betrachten daher die anstehende Entscheidung des Kreisausschusses mit Sorge.

Foto: Eisenbahnfreunde Aken

Nachdem der öffentlich bezuschusste Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf einer Strecke abbestellt wurde, besteht die Möglichkeit die für den Schienenersatzverkehr vorgesehenen Finanzmittel wieder teilweise für einen bedarfsorienterten Schienenverkehr zu verwenden. Hierzu ist das Busangebot im Linien- und Schülerverkehr so umzugestalten, dass die größten Fahrgastströme auf der Schiene abgewickelt werden und der Bus Zubringer- und Ergänzungsfunktionen übernimmt. Am Leichtesten lässt sich dieses Modell umsetzen, wenn der regionale Omnibusunternehmer auch den Schienenverkehr betreibt, damit diesem keine Nachteile entstehen. Es wird seit Ende 2007 auf der Bahnstrecke Lutherstadt Wittenberg–Bad Schmiedeberg erfolgreich praktiziert.

Für den Ausbau der Bahnhaltepunkte und Bahnhöfe ist bei der derzeitigen schlechten Haushaltslage der Kommunen nach Fördermitteln Ausschau zu halten.

Leider verfügen wir im Kreistag nicht über die ausreichenden Mandate, um diese Position beschließen zu lassen. Die anderen Fraktionen trauen sich nicht, diesen Weg mutig zu beschreiten. Bei diesem Thema muss man etwas wagen, wir Grüne sind dazu bereit!“

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