Hätte der JSR mal auf mich gehört: Jugendstadtrat befürwortet CO2-Endlagerforschung unter bestimmten Bedingungen

Ja zur CO 2 -Forschung
Jugendstadtrat gab Votum ab / Technologie soll Menschen aber nicht gefährden

SALZWEDEL. Der Salzwedeler Jugendstadtrat hat endlich ein Votum zur CO 2 -Verpressung zustande bekommen. Vier Sitzungen hat die Debatte in Anspruch genommen. Das wars: Mit der gestrigen Sitzung endete die zweite Legislatur des Salzwedeler Jugendstadtrates. Nach den Sommerferien – voraussichtlich im August – gehts aber mit einer neuen Mannschaft in die nächste Runde.

Zum Abschluss tagten die Jugendlichen im Mehrgenerationenhaus. Und wollten gemeinsam ein Votum zur CO 2 -Speicherung bei Mahlsdorf abgeben, das den Stadtrat auffordert, bis Jahresende zu diesem Projekt Stellung zu beziehen. Zwar kamen nur zwölf Mitglieder zur Sitzung – eigentlich zu wenig, um abstimmen zu können. Aber vorsorglich wurde in der Einladung vermerkt, dass egal wie viele Räte anwesend sind, ein Votum herbeigeführt wird.

Der Entwurf, den der Vorsitzende des Jugendstadtrates Christian Franke erarbeitet hatte, ging nicht sofort durch. Franke forderte vom Rat, sich generell gegen die CO 2 -Verpressung auszusprechen. Die Mehrheit favorisierte allerdings eine entschärfte Version des Antrags. Das Gre mium vertritt nun die Meinung, dass die Forschung und Nutzung im Bereich der Kohlendioxid-Lagerung in Ordnung ist, so lange von ihr keine unmittelbare Gefahr für Menschen ausgeht. Das Votum wurde so von den Jung-Räten verabschiedet. Allerdings wollen sie in der kommenden Woche etwas an der Formulierung feilen. Erst dann soll sich der Stadtrat damit beschäftigen.

Artikel und Bild von Marco Heide (Altmark Zeitung).

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