Kreistagswahl: Grüne sprechen sich für drei Wahlbereiche aus

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 bestehen für dir Wahl des Kreistages drei Möglichkeiten der Einteilung des Wahlgebiets in Wahlbereiche. Die Einteilung kann in drei, fünf oder sieben Wahlbereiche erfolgen.

Dazu erklärt Christian Franke, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Altmarkkreis:

„Wir sprechen uns für drei Wahlbereiche aus. Darin sehen wir mehrere Vorteile. Zum einen entspricht ein Wahlbereich so einem Gebiet, das größer ist, als eine einzelne Gemeinde. Das verhindert Kirchturm denken, da die gewählten Kreistagsmitglieder nicht nur durch die Bewohner einer Gemeinde legitimiert sind. Eine verantwortungsvolle Kreispolitik ist für uns mehr als die Summe gemeindlicher Einzelinteressen.“

„Der Wählerwille kann durch weniger Wahlbereiche besser abgebildet werden, da freie Wählerguppierungen und kleinere Parteien nicht benachteiligt werden. Hingegen sorgt eine hohe Anzahl von Wahlbereichen dafür, dass Kandidaten großer Parteien leichter direkt in den Kreistag wählen können, aber kleinere Parteien vor allem über den Gesamtstimmen-Ausgleich Mandate erreichen.“

„Großere und weniger Wahlbereiche sorgen zudem bei allen Parteien für eine längere Kandidatenliste aus der die Bürger wählen können. Das dient ebenfalls der besseren Darstellung des Wählerwillens, da die Bürger mehr Auswahl unter den Kandidaten haben.“

„Der Landkreis Stendal hat mehr Einwohner als der Altmarkkreis, jedoch seit geraumer Zeit nur drei Wahlbereiche, was der Kreispolitik gut tut. Daher ist für uns weder Fläche noch Einwohnerzahl ein Argument für viele Wahlbereiche. Diese Frage darf keine sein, die die großen Parteien unter sich als schlichte Mehrheitsentscheidung ausmachen, da es um mehr als eine Sachentscheidung geht. Es geht um das Fundament auf dem die Kreispolitik in den nächsten Jahren aufbauen muss.“

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