Landesschülerrat: Positionierung zum Fitness- und Sportunterricht

Der Landesschülerrat positionierte sich auf meine Anregung hin zum Sportuterricht an den Schulen. Im Folgenden ist der Beschluss nachzulesen. Ich finde diesen Beschuluss richtungsweisend und folgerichtig, wenn ich mir die Probleme und Kritik der Schülerinnen und Schüler an diesem Unterrichtsfach ansehe.

Kurzum: Unterstützenswert!

Positionierung zum Fitness- und Sportunterricht

Die stetig anwachsenden Fitnessmängel heutiger Kinder und Jugendlichen sind durch verschiedene wissenschaftliche Vergleichstudien (WIAD-Studie) deutlich belegt worden. In der Schulsportstudie, „Sportunterricht in Deutschland“ (erste Ergebnisse im Dezember 2004 veröffentlicht) werden die schlechten Rahmenbedingungen für den Sportunterricht bestätigt.

Der Landesschülerrat hält daher die aktuelle Struktur des Sportunterrichts für unangemessen. Das Unterrichtsfach Sport erzielt zu wenige nachhaltige Effekte bei den Schülern. Sportunterricht muss Anreize zur körperlichen Aktivität in der Freizeit bieten – Sportunterricht muss Lust auf Sport machen. Der aktuelle Sportunterricht demotiviert die Schüler durch schlechte Noten bei schlechten Leistungen, anstatt sportlich schlechte Schüler zu motivieren und in der Leistungssteigerung zu unterstützen.

Aufbau körperlicher Fitness und gesunde Ernährung müssen die Schwerpunkte eines neuen Sportunterrichts sein. Wir fordern daher den Theorieanteil des Sportunterrichts an neue Gegebenheiten anpassen und auszuweiten und, anstatt den Schüler auf den Breiten- und Spitzensports vorzubereiten, die Gesundheit des einzelnen in den Mittelpunkt zu stellen. Sportunterricht muss als körperlicher Ausgleich zum primär sitzend ausgeübten Normalunterricht gesehen werden.

Arbeitsgemeinschaften sollten künftig die Aufgabe der Vermittlung der Kenntnisse der einzelnen Sportarten übernehmen.

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