Landesschülerrat: Positionierung zum Sozialkundeunterricht

Fehlt es der Jugend an politischer Bildung? – Mit dieser Frage hat sich der Landesschülerrat, auf Anregung von Fernando Will und mir, am vergangenen Wochenende auseinander gesetzt. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es nicht ausreichend ist das Fach Sozialkunde nur 4 Halbjahre lang zu unterrichten. Es besitzt eine zu wichtige Funktion das Heranwachsen junger Menschen zu mündigen Bürgern fördern und wir sehen deshalb vor es mindestens von der siebten bis zur zehnten Klasse zu unterrichten. Die Wissensvermittlung ist nach zwei Schuljahren noch nicht abgeschlossen und das vermittelte Wissen so wichtig, dass Sozialkunde meiner Meinung nach verpflichtend unterrichtet gehört. Aber lesen sie/lest selbst:

Positionierung zum Sozialkundeunterricht

Sozialkunde ist das Unterrichtsfach, das die Gesellschaft, das politische System sowie die Wirtschafts- und Rechtsordnung der Bundesrepublik unter soziologischer, politikwissenschaftlicher, wirtschaftlicher und juristischer Perspektive beleuchten und zur politischen Bildung der Schüler beitragen soll. In der Grundschule ist Politische Bildung eine sogenannte Perspektive im Sachunterricht. In der gymnasialen Oberstufe gehört Sozialkunde wie Geschichte und Erdkunde zum gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld und muss in Sachsen-Anhalt vier Halbjahre lang belegt werden.

Der Landesschülerrat hält die Belegungszeit für nicht ausreichend und fordert daher die Einführung des Sozialkundeunterrichts bereits im 7. Schuljahr und eine Belegungszeit von acht Halbjahren.

Eine Abwahl sollte an der gymnasialen Oberstufe nach dem zehnten Schuljahr möglich sein, jedoch muss die Weiterführung des Sozialkundeunterrichts für Interessierte bis zur Ablegung des Abiturs ermöglicht werden. Die Ablegung der mündlichen Abiturprüfung und die Einbringung des Unterrichtsfaches Sozialkunde als Wahlpflichtfach sollte beibehalten werden.

Aktuelle Themen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sollten in jeder Stunde beleuchtet werden. Die Teilnahme an Projekten und Planspielen, wie zum Beispiel „Jugend und Parlament“, „Planspiel Börse“ und „Planspiel Kommunalpolitik“, sollte angeregt werden. Dies ist im Stoffverteilungsplan zu berücksichtigen.

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