“NO14 again.” – GRÜNE JUGEND ALTMARK fordert Ehrlichkeit in der Verkehrsdebatte um die „A14-Nord“

Es wirkt schon leicht skurril, wenn sich ein Verkehrsminister im nordaltmärkischen Salzwedel hinstellt und den Baubeginn einer überdimensionierten Ortsumgehung in der Börde verkündet, denn nichts anderes als eine vierspurige Ortsumgehung wird um Colbitz gebaut. Zu sagen, es handle sich dabei um den Baubeginn der A14 entspricht nicht der Wahrheit. Der kleine Teil des “Planfeststellungsabschnitts VKE 1.2 Colbitz”, der nun gebaut werden kann, kann nur gebaut werden, da ein Vergleich vor dem Verwaltungsgericht Leipzig erzielt worden ist. Der nördliche Anschluss darf nicht gebaut werden, bevor ein neu aufgelegtes Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist und über den Bau des südlichen Anschlusses ist sich die Landesregierung, wegen der Tunnel-Brücken-Frage über den Mittellandkanal, selbst nicht einig. Für alle weiteren Planungen gilt, dass sie neu geplant werden müssen, so will es das Verwaltungsgericht.

Kurzum, eine langer und teure Zeit des Wartens auf das was da kommen mag steht den Unternehmen und der Bevölkerung bevor. Die GRÜNE JUGEND und die Grüne Partei fordern seit langem den bedarfsgerechten Ausbau der Bundesstraßen 189, 190 und 71, wie er seit Beginn der Debatte um die Verbesserung der Verkehrsbedingungen des Nordens unseres Bundeslandes im Gespräch ist. Ein Ausbau der vorhandenen Straßen, würde nicht nur die ständigen Unterhaltungskosten im Vergleich zu einer Autobahn reduzieren, wesentlich preiswerter sein und den Bedürfnissen in der Altmark besser gerecht werden, als eine zu groß geplante Autobahn, sondern würde uns auch genug Geld zur Verfügung stellen die Schienen zwischen Salzwedel und Stendal zweisträngig auszubauen. Eine Investition, die ebenso dringend erforderlich ist, denn wer kennt nicht die Ansage, “Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Weiterfahrt verzögert sich auf Grund eines Gegenzugs.”, der Schaffnerin nicht?

Uns Altmärkern muss klar sein, dass Bullerjahn, als er in Landtagswahlkampf in der Altmark war, sagte: “Der Bau der A14 hat oberste Priorität”, auch sagte, dass z. B. für den erforderlichen Ausbau der B71 in der Zukunft erst mal – also für Jahrzehnte – kein Geld zur Verfügung stünde.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich bin auch Altmärker, ein stolzer noch dazu, und ich möchte das Beste für meine Heimat. Lassen Sie uns nicht unsere Zukunft durch die A14, die weitere Projekte verhindert, kaputt machen. Bitte.

 

Christian Franke,

Sprecher GRÜNE JUGEND ALTMARK

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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