Peinliche Aversionen gegen Stadt, Verwaltung und Bewohner

Ich möchte mich um Inhalte kümmern, um bessere Bildung für unsere Kinder, um eine ökologisch-soziale Transformation für eine zukunftsfähige Wirtschaft und einen starken Mittelstand und eine inklusive weltoffene Gesellschaft. Das möchte ich voranstellen. Was ich nicht möchte ist mich mit amoklaufenden Wählergruppen, wie der ‚Freien Liste für Salzwedel‘ zu beschäftigen, aber ihr ist Folgendes gewidmet:

Hören Sie endlich auf so zu tun, als würden Sie Politik machen und werden Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst!

Für einen jungen ambitionierten Politiker, wie mich, der versucht aufrichtig ehrliche Politik zu machen, ist das gesamte kommunalpolitische Schauspiel in Salzwedel einfach nur ekelerregend. Der Versuch junge Menschen für Politik zu gewinnen, wird ständig sabotiert. Wie soll man Menschen Bürgerbeteiligung nahebringen, wenn die, die sich beteiligen, sich mit Polemik und vermeintlich inhaltlichen Stellvertreter-Kriegen bekämpfen. Mit Verlaub, aber das ist wirklich nur noch lächerlich.

Wählergruppierungen ohne festen Werte-Kompass, mit dem Anspruch einzig Partikular-Interessen vertreten zu wollen, stand ich, als Parteipolitiker mit Wertekompass und Vollprogramm, immer schon skeptisch gegenüber, aber meine Ablehnung ist tatsächlich noch mal angestiegen.

Ich frage mich, wofür die ‚Freie Liste – Für Salzwedel‘ eigentlich steht, als für Vorhaltungen gegenüber der Stadtverwaltung und der Oberbürgermeisterin. Die erschreckend gewaltverherrlichenden Verlautbarungen Recks und die Unterstellungen Calivas gegenüber der Stadt lassen zumindest eine gewisse Ferne zu inhaltlich gehaltvollen Zielsetzungen vermuten.

Das einzige, was ich der Stadtverwaltung unterstelle, ist, dass sie aufrichtig nach Erklärungen für die angebliche Häufung von Strafzetteln sucht, die es aus Händen der Politessen der Stadt bewiesenermaßen vor dem Restaurant ‚Da Gaitano‘ gar nicht gab.

Aber die freien Gelisteten sind sich nicht zu schade zum eigenen Vorteil die Stadtverwaltung  wider besseren Wissens anzugreifen. Denn man muss wissen, dass Strafzettel für Lieferanten und Handwerker, die in der Stadt beliefern und arbeiten, bei Begründung auch zurückgenommen werden.

Ich erwarte mehr Demut vor dem Amt, in das man gewählt wurde! Unsere Demokratie scheint Ihnen nicht zu schade zu sein, peinliche Aversionen gegen Stadt, Verwaltung und Bewohner auszuleben. Sie sollten sich schämen.

Die Demokratie muss die Freie Liste -Für Salzwedel‘ aushalten, ich tue dies bei weitem nicht mehr.

Carmen Reck von der „Freien Liste – Für Salzwedel ließ vor kurzem verlauten:

Carmen Reck nimmt „zwei Schlachten“ ins Visier

„Kriegszustand – und die Stadt verliert“

„Als interessierte Bürgerin, die sich mitverantwortlich fühlt für die Entwicklung ihrer Heimatstadt“, stellt Carmen Reck fest, „dass in unserer Stadt ein Krieg ausgebrochen ist, ohne Kriegserklärung, aber erbarmungslos“.

Weiter schreibt die Salzwedelerin (Artikel „Gaetano meldet sich ab“, AZ vom 17.  / 18. März):.

Leserbrief

Die Kriegsgegner sind die Oberbürgermeisterin (OB) mit den Heerscharen aus ihrer Verwaltung auf der einen Seite und die kleine Freie Liste „Für Salzwedel“ auf der anderen Seite. Die Kräfteverhältnisse sind klar: Große Überlegenheit der OB-Streitmacht, aber die kleine flinke Truppe der freien Kämpfer wehrt sich wacker!

Über viele kleine Scharmützel könnte man berichten, schreiben will ich über den Verlauf und den Ausgang zweier größerer Schlachten. Die Taktik der OB-Armee ist klar: Nimm einzelne Mitglieder der Freien ins Visier, möglichst führende Kräfte, greife aber nicht direkt an, sondern erledige den Gegner, in dem du sein Hauptquartier, sprich seine Arbeitsstelle, angreifst und vernichtest.

Die erste Schlacht: Der Angriff der OB-Streitmacht galt dem Mehrgenerationenhaus in Salzwedel, getroffen werden sollte Susann Meinecke (Freie Liste). Die Freien verteidigten sich geschickt, Unterstützer von Land (Fraktion Salzwedel Land) wurden vereidigt und so der Angriff abgewehrt. Die Armee der Angreifer musste zum Rückzug blasen.

Die zweite Schlacht: Angegriffen wurde hier das Ristorante „Da Gaetano“. Inhaber ist Gaetano Caliva, getroffen werden sollte Kerstin Caliva (Freie Liste). Der Angriff erfolgte nicht frontal, sondern durch Heckenschützen (sprich Politessen), die praktisch im Dauerbeschuss mit Knöllchen als Patronen letztendlich Wirkung erzielten. Das Ristorante „Da Gaetano“ zieht sich zurück und verlässt das Schlachtfeld in Salzwedel.

Also ein Sieg der großen Verwaltungsarmee? Sieg ja, aber ein Pyrrhussieg!

Der große Verlierer beider Schlachten ist die Hansestadt Salzwedel. Sie verliert nicht nur einen der besten Gastronomen der Stadt, sondern sie verliert auch noch mehr von ihrem guten Ruf.

Hut ab vor der kleinen Schar der Freiheitlichen! In Richtung OB sei gesagt: Kriege bringen nichts! Am Ende gibt es nur Verlierer, auch wenn man meint, gewonnen zu haben!

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht. Kürzungen behält sich die Redaktion vor.

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